Mitgliederrundschreiben 7/12.04.2011

1. Entwurf einer Verordnung zur Verordnung 1601/91
2. EMCS - Verfahrensanweisung
3. Russland: Technische Standards für alkoholische Getränke
4. Mögliche Folgen des Reaktorunglücks in Japan
5. Leitlinien zur Lebensmittelsicherheit
6. Einfuhrstatistik Januar bis Dezember 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu 1: Entwurf einer Verordnung zur VO 1601/91
Anlässlich der letzten Sitzung des „Comité Vins“ wurden auch Eckpunkte des kommenden Entwurfs zur neuen Verordnung 1601 angesprochen. Stichwortartig hierzu folgendes:
- Die neue Verordnung erhält die Aufteilung in drei Kategorien
- aromatisierter Wein
- aromatisiertes weinhaltiges Getränk
- aromatisierter weinhaltiger Cocktail
aufrecht.

- Bei der Grunddefinition der „aromatisierten Weine“ entfällt die bisherige obligatorische Aufstärkung mit Alkohol. Fakultativ kann weiter aufgestärkt werden, was dann aberin der Verkehrsbezeichnung deutlich werden soll. In diesem Falle muss das Produkt als „aromatized fortified wine“ bezeichnet werden.

- Es bleibt bei den bisherigen Mindestanteilen von Wein in den Fertigprodukten, also 75% bei aromatisiertem Wein, 50% bei den übrigen. Allerdings wurde bei den letzten beiden Kategorien größere Flexibilität bei der Alkoholgrädigkeit eingebaut. So geht die Spannweite bei aromatisierten weinhaltigen Getränken von 4,5 bis 14,5% vol und bei Cocktails von 1,2 bis < 10% vol vorhandenem Alkohol.

- Die Verarbeitung von Drittlandswein ist nach dem jetzigen Entwurf möglich.
- Der Verschnitt von Drittlandswein und EU-Wein ist weiter untersagt.
- Die Definition von „Glühwein“ und „Kalte Ente“ bleibt unverändert.
- Es werden geschützte geografische Angaben eingeführt, ähnlich dem System in der Weinmarktordnung. D.h., zukünftig muss bei der Verwendung solcher geschützter geografischer Angaben ein sog. „technical file“ (Lastenheft) erstellt werden, das das Produkt entsprechend beschreibt.
- Unserem Wunsch entsprechend, hat die Kommission die geografischen Angaben Nürnberger Glühwein, Thüringer Glühwein, bereits in einen Annex übernommen. Nach Veröffentlichung der Verordnung müssen diese Begriffe allerdings in dem vorerwähnten Lastenheft definiert und diese Definition über ein nationales Vorverfahren bei der Kommission eingereicht werden.

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