Gemeinsames Mitgliederrundschreiben 3/03.08.2011

1. Neunte Verordnung zur Änderung weinrechtlicher Vorschriften
2. Änderung der VO 1235/2008 hinsichtlich der Regelung der Einfuhren von
2.
ökologisch-biologischen Erzeugnissen aus Drittländern
3. Delegationsreise Thailand/Vietnam vom 02.-09.11.2011
4. Geschäftsverbindung
5. Campus Geisenheim - Tage der offenen Tür

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu 1: Neunte Verordnung zur Änderung weinrechtlicher Vorschriften

Die Neunte Verordnung zur Änderung weinrechtlicher Vorschriften ist am 19. Juli 2011 im Bundesgesetzblatt I Nr. 39 S. 1514 verkündet worden und am 20. Juli in Kraft getreten. In § 10 WeinVO wurde der im Rahmen der Hektarertragsregelung anzuwendende Faktor für die Umrechnung von Traubenmost und teilweise gegorenem Traubenmost zu Wein auf 100:100 neu festgelegt. Ferner wurde der Umrechnungsfaktor von Weintrauben zu Wein auf 100:78 angehoben. Des Weiteren wurden zur Umsetzung der EU-Bestimmung über geschützte Ursprungsbezeichnungen und geschützte geografische Angaben folgende Vorschriften neu aufgenommen:

§ 39 a) Abs. 1 WeinVO schreibt vor, dass die Namen der bestimmten Anbaugebiete und die für einen Qualitätswein b.A. festgelegten deutschen traditionellen Begriffe nur in Verbindung miteinander verwendet werden dürfen. Ein Landwein muss einen in der Weinverordnung festgelegten Landweinnamen tragen.

§ 39 a) Abs 2, 3 WeinVO legt fest, unter welchen Voraussetzungen neue geschützte Ursprungs-bezeichnungen und geschützte geografische Angaben beantragt werden können. Danach muss ein Wein, für den eine geschützte Ursprungsbezeichnung bzw. eine geschützte geografische Bezeichnung beantragt wird, hinsichtlich des Hektarertrages, des Mindestmostgewichtes und bestimmter charakteristischer Merkmale die Eigenschaften eines Qualitätsweines b.A. bzw. eines Landweins aufweisen.
Für die Kennzeichnung wurden in § 39 a) Abs. 5 und Abs. 6 festgelegt, dass alle deutschen Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung den Namen des betreffenden Anbaugebietes und den traditionellen Begriff Qualitätswein b.A. tragen müssen. Weine mit einer geschützten geografischen Angabe müssen mit dem Landweingebietsnamen gekennzeichnet werden, aus dem der Wein stammt.

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