Gemeinsames Mitgliederrundschreiben 6/16.06.2012

Allergene

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Verwaltungsausschuss hat am 14.06.2012 erneut zu dem Thema „Allergene“ beraten. Im Ergebnis hat der Ausschuss Einigung über folgende Punkte erzielt (die formale Abstimmung hierüber erfolgt am 21.06.2012.).

Das Ergebnis:

1. Als Referenzmethode für den Nachweis von Allergenen wird auf eine OIV Methode verwiesen. Das heißt zum einen, dass eine Etikettierungsverpflichtung erst beim Überschreiten eines Schwellenwertes von 0,25 mg/l der betroffenen Stoffe erforderlich wird und dass des weiteren der sogen. ELISA Test zur Anwendung kommt.

2. Die Mitgliedstaaten werden den Herstellern / Händlern keine systematische gesetzlich hinterlegte Prüfpflicht auferlegen. Allerdings muss der Händler / Erzeuger ggfs.in der Lage sein, die Rechtskonformität seiner Etikettierung zu belegen.

3. Die Kommission veröffentlicht eine von den Mitgliedstaaten akzeptierte Liste von verschiedenen Sprachen, in denen jeweils die Angaben gemacht werden können.

4. Der Hinweis auf Allergene kann durch ein Piktogramm ergänzt werden. Welches der unterschiedlichen Modelle, welche Größe und welche Sprache hier zum Einsatz kommen wird, ist derzeit noch nicht eindeutig.

5. Von der Etikettierungsverpflichtung (Allergene) ausgenommen sind alle Weine der Jahrgänge 2011 und früher.

6. Hinweispflicht auf Allergene gilt für alle Weine des Jahrgangs 2012, die nach dem 30.06.2012 etikettiert werden.

7. Im Hinblick auf Drittlandsweine wird die Kommission die betroffenen Länder (südl. Hemisphäre) schriftlich darüber informieren, dass bei Flaschenware eine Hinweisverpflichtung auf Allergene entfällt, wenn sich aus den Handelspapieren ergibt, dass die Etikettierung vor dem 30.06.2012 stattgefunden hat.

8. Bulk Weine, die vor dem 30.06.2012 in der EU in den Verkehr gelangen (zollrechtl. Abfertigung), bleiben von der Hinweispflicht auch dann befreit, wenn die gefüllte Ware erst nach diesem Datum auf den Markt gelangt.

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