Gemeinsames Mitgliederrundschreiben 8/05.07.2012

Allergenangabe

Sehr geehrte Damen und Herren,

die gesetzlichen Grundlagen der schon so lange diskutierten Allergenkennzeichnung sind nun im Amtsblatt veröffentlicht und seit dem 03. Juli 2012 in Kraft. Nochmals zusammengefasst die jetzt geltende Regelung:

1. Um welche Allergene geht es?
- Es geht um Ei, Lysozym aus Ei, Albumin aus Ei,
- sowie Milch und Milcherzeugnisse.

2. Welche Weine sind von einer Allergendeklaration betroffen?
Die neue gesetzliche Regelung greift für alle Weine des Jahrgangs 2012, die nach dem 30. Juni 2012 etikettiert werden. Frühere Jahrgänge sind generell nicht betroffen. Drittlandweine, die im Bulk vor dem 30. Juni 2012 in die EU importiert wurden, unterfallen dem alten Recht (also keine Deklarationspflicht), auch wenn sie nach dem 30.06.2012 abgefüllt vermarktet werden. Drittlandweine, die abgefüllt nach dem 30. Juni 2012 in die EU importiert werden. Sie fallen auch unter des alte Recht (keine Deklarationspflicht), wenn in den Geschäftspapieren (am besten VI 1) festgehalten ist, dass der Wein vor dem 30. Juni 2012 etikettiert wurde.

3. Wann muss ein Allergenhinweis etikettiert werden?
Grundsätzlich ist ein Allergenhinweis zu machen, wenn in einem Wein einer der vorbenannten Stoffe (siehe Frage 1) nachweisbar ist. Mit den Untersuchungsämtern wurde allerdings ein „Eingreifwert“ (ab 0,25 mg/l) abgesprochen. Bei Messergebnissen unterhalb dieses Eingreifwertes (0,25 mg/l ) werden die Untersuchungsämter nicht beanstanden, wenn der Wein keinen Allergenhinweis in der Etikettierung zeigt. Dies soll EU-weit gelten.

4. Wie ist zu etikettieren, und in welcher Sprache ?
Für Deutschland sind folgende Angaben alternativ erlaubt:
- Für Ei: Enthält Ei oder Ei-Protein oder Ei-Produkt oder Lysozym aus Ei oder Albumin aus Ei
- Für Milch: Enthält Milch oder Milch-Erzeugnis oder Kasein aus Milch oder Milchprotein.

In Deutschland ist die Angabe zwingend in Deutsch zu machen. Zusätzlich können die Angaben auch in weiteren Sprachen der EU gemacht werden. Andere Länder haben hier großzügigere Regelungen im Hinblick auf die Angabe neben ihrer Landessprache. Eine Zusammenfassung was in welchem Land geht, finden Sie als Anhang der VO 579/12, Anlage.

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