Gemeinsames Mitgliederrundschreiben 10/08.11.2012

1. Copa Cogeca veröffentlicht EU-Weinernteschätzung für 2012
2.Kombinierte Nomenklatur 2013 veröffentlicht
3.Siebtes Gesetz zur Änderung des Weingesetzes
4.Aufsichtsrat des Deutschen Weinfonds
5.Verbrauchsteuererhöhung ab 2013 in Portugal
6.Britische Kanalinseln – Jersey plant höhere Verbrauchsteuern ab 2013

Zu 1: Copa Cogeca veröffentlicht EU-Weinernteschätzung für 2012
Die Copa-Cogeca hat anlässlich einer Pressekonferenz in Brüssel die Weinernteschätzung 2012 Für die EU vorgelegt. Auf der Pressekonferenz in Brüssel sagte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Wein von Copa-Cogeca, Trecost, die diesjährige Ernte wird auf 144 Mio hl geschätzt, was einem Rückgang um ca. 10% gegenüber dem letzten Jahr entspricht. Danach sind in den großen Erzeugerländern wie Italien, Frankreich erhebliche Einbrüche zu verzeichnen. Nach Auffassung des Vorsitzenden ist diese Entwicklung auf die Dürre in den südlichen Ländern, sowie auf die kalte und feuchte Witterung in anderen Mitgliedstaaten zurück zu führen. Nach seiner Einschätzung dürfte auch die weltweite Weinerzeugung sinken. Eine Tabelle der vorläufigen Weinerzeugungsergebnisse ist diesem Rundschreiben beigefügt.

Zu 2: Kombinierte Nomenklatur 2013 veröffentlicht
Die Europäische Kommission hat die neueste Version der Kombinierten Nomenklatur (KN) veröffentlicht. Die ab dem 1.1.2013 gültige Fassung des Anhangs I der VO 2658/87 wurde mit der Verordnung 927/2012 am 31.10.2012 im Amtsblatt der EU L 304 veröffentlicht. Auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes (www.statis.de) stehen einzelne Kapitel des Warenverzeichnisses zum Download zur Verfügung (Kap. 22 Getränke, alkoholhaltige Flüssigkeiten und Essig).

Zu 3: Siebtes Gesetz zur Änderung des Weingesetzes
Der Bundestag hat am 18.Oktober die Siebte Novelle des Weingesetzes beschlossen. Wesentliche Neuregelung: Künftig wird bei der Umrechnung der Mengen von Weinerzeugnissen, die Betriebe von anderen Betrieben übernehmen, auch Jungwein mit einbezogen. Besondere Anforderungen an kleine geografische Einheiten: Die Bundesländer werden durch eine Ermächtigung befugt, besondere Bedingungen für Weine festzulegen, die aus herkunftsgeschützten kleineren geografischen Regionen stammen und unter erschwerten Bedingungen in Steil- und Terrassenlagen erzeugt werden. Strengere Regelungen können insbesondere hinsichtlich
- der zugelassenen Rebsorte
- des zulässigen Hektarhöchstertrages
- des natürlichen Mindestalkoholgehaltes, oder
- des Restzuckergehaltes
erlassen werden.

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