Mitgliederrundschreiben 2013

Gemeinsames Mitgliederrundschreiben 1/04.02.2013

1. Riesling vs. Riesling Italico (Welsch-Riesling)
2. Republik Moldau
3. Teilweise entalkoholisierter Wein
4. Terminankündigung Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft
5. Österreich: Zwischenerzeugnissteuer für aromatisierte Getränke
6. Serbien: Erhöhung der Verbrauchsteuern

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zu 1: Riesling vs. Riesling Italico (Welsch-Riesling)
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat uns über die Angabe der Rebsorte Riesling in einem Schreiben wie folgt informiert:

„In der 393. Sitzung des Verwaltungsausschusses für die gemeinsame Organisation der Agrarmärkte (Schwerpunkt: Wein) am 29.1.2013 haben die Dienststellen der Europäischen Kommission betont, dass Verbraucher nicht in die Irre geführt werden dürfen. Eine Gefahr der Irreführung sei aber offensichtlich gegeben, wenn für einen Wein aus der Rebsorte „Riesling Italico“ allein die Angabe „Riesling“ verwendet würde. Italien wurde gebeten, seine Klassifizierung der Rebsorten zu erläutern und bei der Rebsorte „Riesling Italico“ das Synonym „Riesling“ zu streichen. Die Dienststellen der Europäischen Kommission bereiten zur Angabe der Rebsorten eine Änderung der Verordnung (EG) Nr. 607/2009 vor. Die italienische Delegation hatte in der Sitzung keine Gelegenheit, auf die Kritik und die Bitte der Dienststellen der Europäischen Kommission zu antworten.

Hintergrund:
In einer italienischen Klassifzierung der Rebsorten wird die Angabe „Riesling“ als Synonym für die Rebsorte „Riesling Italico“ genannt. „Riesling Italico“ und „Riesling (weiss)“ sind zwei morphologisch völlig verschiedene Rebsorten. In der ampelographischen Fachliteratur wird der Name „Riesling“ ohne jeden Zusatz nur für die Rebsorte „Riesling (weiss)“ und nicht für die Rebsorte „Riesling Italico“ verwendet. Außerdem ist in Italien der Name „Riesling“ sowohl für die Bezeichnung eines Weines aus der Rebsorte „Riesling (weiss)“ und auch als Synonym für die Rebsorte „Riesling Italico“ vorgesehen. Damit wird ein Name für zwei verschiedene Rebsorten anerkannt. Aus hiesiger Sicht ist die Verwendung eines einzigen Namens für zwei verschiedene Rebsorten irreführend und geeignet, den fairen Wettbewerb zu beeinträchtigen.” So das Ministerium mit der Bitte die Mitglieder zu informieren.

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