Mitgliederrundschreiben 2014

Mitgliederrundschreiben Nr. 10/18.11.2014

1. BGH urteilt über Energy & Wodka
2. Das Deutsche Weininstitut weist auf Präsentationsmöglichkeiten 2015 in Japan hin
3. Aluminiumlacke

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zu 1.: BGH urteilt über Energy & Wodka

Der BGH hatte mit Urteil vom 09.10. (I ZR 167/12) über die Zulässigkeit eines alkoholischen Mischgetränks („Energy und Wodka“), das zu etwa 27% aus Wodka und 73% aus einem koffeinhaltigen Erfrischungsgetränk besteht und einen Alkoholgehalt von 10% vol aufweist, zu entscheiden.

Dabei wurden unter anderem folgende interessante Feststellungen getroffen:

1. Der Begriff „Energy“ sei in diesem Zusammenhang nicht als nährwert- und/ oder gesundheitsbezogene Angabe im Sinne der sogenannten Health-Claims-Verordnung zu verstehen. Es werde vielmehr auf eine Eigenschaft des Produkts hingewiesen, die alle Lebensmittel der entsprechenden Gattung aufweisen. Eine Aussage oder Darstellung, die dem Verbraucher lediglich vermittele, um welche Art von Lebensmittel es sich im konkreten Fall handele (Anm.: nämlich um einen sogenannten Energydrink) stelle keine Angabe im Sinne von Artikel 2 Absatz 2 Nr.1 VO (EG) 1924/2006 dar. Die „energetische Wirkung“ dieses Getränks sei eine einem solchen Getränk aus Sicht des angesprochenen Verbrauchers entsprechende und damit keine besondere Eigenschaft im Sinne von Artikel 2 Absatz 2 Nr.1 VO (EG) 1924/2006.

2. Die Verwendung der Bezeichnung „Vodka“ sei zudem auch nicht nach der Bestimmung des Artikel 10 Absatz 2 der VO (EG) 110/2008, der die Verwendung eines zusammengesetzten Begriffs dann verbietet, wenn die Spirituose so stark verdünnt wurde, dass der Alkoholgehalt unter dem in der Begriffsbestimmung für die betreffende Spirituose festgelegten Mindestalkoholgehalt liegt, unzulässig. Gemäß der VO (EU) 716/2013 gelte als Verdünnung einer Spirituose die ausschließlich durch Wasser erreichte Verringerung des Alkoholgehalts. Im Streitfalle sei der Alkoholgehalt des im Getränk enthaltenen Wodkas nicht durch die Zugabe von Wasser, sondern durch die Zugabe eines koffeinhaltigen Erfrischungsgetränks erfolgt.

Gerne stellen wir Ihnen das Urteil auf Anfrage zur Verfügung.

Zu 2.: Das Deutsche Weininstitut weist auf folgende Präsentationsmöglichkeiten 2015 in Japan hin:

Foodex Japan, 3.-6. März 2015 in Chiba/Japan
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz organsiert erneut auf der größten Lebensmittelmesse Japans einen deutschen Pavillon, an dem Sie einen Stand von
9 m² bei der Durchführungsgesellschaft IEC Berlin bis zum 21. November 2014 buchen können.

Wine & Gourmet Japan 2015, 15.-17. April 2015 in Tokyo Big Sight
Die KölnMesse führt zum wiederholten Male die Wine & Gourmet in Japan durch. Das Deutsche Weininstitut wird bei ausreichender Beteiligung von mindestens sechs Ausstellern von deutschen Weinen (Erzeuger oder deren Vertreter) einen deutschen Pavillon mitgestalten. Interessenten melden sich bitte bis zum 21. November beim Deutschen Weininstitut an.
Infos zur Wine & Gourmet Japan finden Sie ebenfalls unter http://www.wineandgourmetjapan.com

Sakura Award – Weinwettbewerb in Japan
Der Sakura Award ist ein Weinwettbewerb, der ausschließlich von einer weiblichen Jury bestritten wird, um den Geschmack dieser wichtigen Zielgruppe zu repräsentieren. Weinanmeldungen sind noch bis zum 30. November möglich.

Die Ausschreibungen dazu sowie weitere Einzelheiten stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung.

Zu 3.: Aluminiumlacke

Verordnung (EU) Nr. 923/2014 erlaubt die Verwendung bestimmter Aluminiumlacke

Mit der Verordnung (EU) Nr. 923/2014 wird die Verwendung von Aluminiumlacken auch Echtem Karmin (E120) mit einem Höchstgehalt an Aluminium von 1,5 mg/kg für

Americano, Bitter Vino (Kategorie 14.2.7.1 der Verordnung (EG) 1333/2008)
Bitter Soda (Kat. 14.2.7.2) sowie für
aromatisierte weinhaltige Cocktails (Kat. 14.2.7.3) und für
bestimmte Spirituosen (Kat. 14.2.6)

zugelassen.

Die Verordnung bezieht sich nur auf die Verwendung von Aluminiumlacken aus Karmin. An den Anwendungsvoraussetzungen des Farbstoffs selbst hat sich nichts geändert.

Die Verordnung übersenden wir Ihnen gerne auf Anfrage

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